Die Leistung von Apples mobilen Produkten wie dem iPhone oder dem iPad ist seit Jahren unbestritten. Jetzt hat der Mann dem Konzern den Rücken gekehrt, der die Architektur von Apples leistungsstarken A-Prozessoren seit 2010 entwickelt hat. Warum Gerard Williams III aus dem Unternehmen ausscheidet, ist nicht bekannt. Einen neuen Job hat er noch nicht.

Natürlich wird Apple passenden Ersatz finden, in seiner Hardware-Entwicklungsabteilung hat der Konzern aber wohl einen der am schwersten zu verkraftenden Abgänge seit vielen Jahren zu verzeichnen. Mit Gerard Williams III verlässt der Plattformarchitekt der A-Prozessoren – Antrieb für iPhone und iPad – das Unternehmen, wie CNET (via heise) berichtet. Williams war bis zuletzt als Senior Director Platform Architecture für die Entwicklung der Apple SoCs verantwortlich.

Apple hatte sich den Spezialisten 2010 direkt von den Prozessor-Profis von ARM abgeworben, deren Technologie der Konzern bei allen seinen mobilen Geräten zum Einsatz bringt. Williams gilt als treibende und entscheidende Kraft hinter der Entwicklung der Apple Prozessoren ab dem Modell A7, seine letzten Arbeiten für den Konzern hatte er mit dem A12X abgeschlossen.

Was kommt jetzt?

Oft werden Meldungen zu Abgängen von wichtigem Personal bei Konzernen direkt von der Nachricht begleitet, dass diese bei anderen Unternehmen eine Rolle einnehmen würden. Williams Ausstieg bei Apple ist aber bisher noch sehr geheimnisumwoben. Aktuell gibt Apple keine Gründe dafür an, warum Williams das Unternehmen verlassen will, auch Informationen zu einem neuen Arbeitgeber gibt es bisher nicht – als hoher Apple-Manager mit entsprechenden Aktienoptionen wäre Williams natürlich nicht unmittelbar darauf angewiesen, einen neuen Job anzufangen.

Der Abgang des leitenden Prozessorarchitekten kommt für Apple in einer Zeit, in der man ambitionierte Pläne im Bezug auf die eigenen Chips verfolgt. Das Unternehmen soll sich aktuell darum bemühen, seine ARM-Abteilung deutlich auszubauen, Gerüchte sprechen davon, dass Apple auch über eigene Antriebe für Mac-Rechner nachdenkt. Man darf gespannt sein, mit wem das Unternehmen die großen Fußstapfen Williams füllen wird.

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