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Yahoo versucht einen Exodus von Mail-Nutzern zu verhindern

Der Portalbetreiber Yahoo versucht sich nach den einschneidenden Negativ-Schlagzeilen nun in Schadensbegrenzung – zum Nachteil seiner E-Mail-Nutzer. Diese gehören zu den wichtigsten Firmenwerten, also bemüht man sich bei dem Unternehmen, diesen einen Wechsel zu anderen Anbietern schwerer zu machen.

Der Konzern geriet erst kürzlich nicht mehr nur aufgrund von Übernahmespekulationen ins Rampenlicht, sondern auch wegen eines zwei Jahre zurückliegenden Hacks, von dem Accounts von rund 500 Millionen E-Mail-Nutzern betroffen waren. Hinzu kam dann noch ein Bericht, nachdem Yahoo die US-Behörden aktiv bei der Überwachung von E-Mails unterstütze. Während wohl jedes andere Unternehmen entsprechende Anfragen zumindest formal erst einmal angefochten hätte, setzte Yahoo seine Entwickler darauf an, ein Tool zu programmieren, mit dem den Behörden die Arbeit erleichtert wurde.

Dies führte nun natürlich dazu, dass reihenweise Nutzer sich nun doch einmal aufmachten und begannen, mit ihren E-Mails zu anderen Providern umzuziehen. Das ist natürlich ein Problem: Wenn es um einen Verkauf Yahoos geht, sind die zahlreichen Nutzer des E-Mail-Dienstes mit das wichtigste Kapital im Firmenwert. Einen umfangreichen Exodus kann man sich daher kaum leisten.

Angebliche Bauarbeiten

Verhindern lässt sich eine Abwanderung natürlich nicht – aber wohl doch erschweren. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters wurde inzwischen ein Feature abgeschaltet, mit dem sich Anwender ihre noch eingehenden Nachrichten auf ihren neuen Account nachsenden lassen konnten. Wer eine solche Regel bereits eingeschaltet hat, kann sich weiterhin darauf verlassen, dass die Nachrichten ankommen. Lediglich die Option die automatische Weiterleitung neu zu aktivieren, ist verschwunden.

Das Unternehmen begründet die Abschaltung etwas anders. Demnach befinde sich das Feature für die Weiterleitung von E-Mails aktuell in einem Entwicklungsprozess. Im Zuge dessen sei es vorübergehend deaktiviert worden. Allerdings klingt es wenig glaubhaft, dass das Unternehmen eine seit vielen Jahren problemlos funktionierende Funktion dieser Art ausgerechnet jetzt umbaut.

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