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WLAN-Sicherheit: Wi-Fi Alliance kündigt WPA3 an, kommt dieses Jahr

In die WLAN-Verschlüsselung WPA2 wurde im vergangenen Herbst ein riesiges Leck geschlagen, die Schwachstelle war und ist als „Key Re­in­stal­la­tion Attack“ bzw. „KRACK“ bekannt. Diese konnte zwar weitgehend per Patches geschlossen werden, dennoch war das so etwas wie der Anfang vom Ende von WPA2.

Denn die Wi-Fi Alliance hat nun den Nachfolger WPA3 angekündigt. Das Quasi-Katz-und-Maus-Spiel zwischen Hackern und Sicherheitsexperten endet wohl nie: Lücken werden im besten Fall entdeckt, bevor sie ausgenutzt werden können, Ziel ist es natürlich, sie rechtzeitig zu stopfen. Dabei hat allerdings jede Technologie ihr Ablaufdatum und WPA2 hat dieses im vergangenen Oktober erreicht. Denn KRACK hat gezeigt, dass diese Form der WLAN-Verschlüsselung in den Ruhestand gehen sollte.

Im Umfeld der CES hat die Wi-Fi Alliance, der die meisten relevanten IT-Unternehmen – darunter Apple, Microsoft, Google und Samsung – angehören, angekündigt, dass man noch in diesem Jahr den WPA2-Nachfolger veröffentlichen wird. WPA3 wird das rund 20 Jahre alte Protokoll aber „nur“ ergänzen, schließlich kann man auch noch heute das eigentlich obsolete WPA oder sogar WEP einstellen, jedenfalls wenn man gefährlich leben will.

Die Wi-Fi Alliance schreibt in einer Mitteilung, dass WPA3 vor allem vier neue Features mit sich bringen wird. Zwei der neuen Schutzmechanismen sollen die Passwörter besser schützen und das auch dann, wenn diese nicht typischen Komplexitätsempfehlungen folgen. Dabei will man auch den Prozess des Konfigurierens auf Geräten mit kleinen oder gar keinen Displays bzw. Interfaces verbessern bzw. vereinfachen.

Eine weitere Funktion soll die Nutzer-Privatsphäre in offenen Netzwerken durch individualisierte Verschlüsselung stärken. Schließlich nennt die WLAN-Allianz eine 192-bit-Security-Suite, diese soll vor allem Netzwerke mit höheren Sicherheitsbedürfnissen, wie sie Regierungen oder Unternehmen benötigen, stärken.

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