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Watchever-Aus ist jetzt offiziell: Server werden bald abgeschaltet

Jetzt ist es offiziell: Der Videostreaming-Dienst Watchever kapituliert vor der mächtigen Konkurrenz und stellt seinen Dienst komplett ein. Bis zum Jahreswechsel soll das Angebot noch verfügbar sein, dann erfolgt die endgültige Abschaltung.

Watchever war im Jahr 2013 einer der Pioniere für das legale Videostreaming auf dem deutschen Markt und machte vieles besser als die ersten entsprechenden Versuche anderer Anbieter. Der Dienst gehört zum französischen Medienkonzern Vivendi, der sich offenbar rechtzeitig einen festen Stand in dem Bereich erobern wollte, bevor die großen Konkurrenten aus den USA nach Europa expandierten.

Geklappt hat das letztlich nicht. Trotz anfänglicher Erfolge bei der Erschließung des Marktes war es dann aber doch Netflix, das ein Abo bei einem Streaming-Dienst zum Standard vieler Internetnutzer machte. Als dann noch Amazon hinterherkam, waren die Stunden von Watchever im Grunde gezählt. Das Portfolio des Dienstes war erst zwar nicht grundlegend schlechter – ein richtiges Problem gab es aber, als die großen US-Anbieter anfingen, mit Eigenproduktionen zu punkten.

Kunden müssen nichts tun

Wie aus Mitteilungen des Unternehmens an die Kunden hervorgeht, lassen sich zu Silvester letztmalig Filme und Serien auf Watchever anschauen, danach werden die Systeme heruntergefahren. Die Nutzer müssen nichts weiter tun. Da das Abomodell ohnehin auf einer monatlichen Abrechnung und Kündigungsfrist beruhte, kann der Anbieter Ende November alle Verträge auch von seiner Seite aus fristgerecht kündigen.

Das bedeutet dann, dass zum Jahreswechsel automatisch alle User-Accounts stillgelegt werden. Das Unternehmen sicherte zu, dass im Zuge dessen auch alle personenbezogenen Daten von den Servern gelöscht werden. Ausnahmen gibt es hier nur für Informationen, die aus steuerrechtlichen Gründen von Gesetz wegen über einen Zeitraum von zehn Jahren archiviert werden müssen. Diese Daten sollen dann nach Abschluss dieser Frist wegfallen.

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