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Vor 15 Jahren kam Windows XP in den Handel

Microsofts wohl bisher langlebigstes Betriebssystem kam heute vor 15 Jahren auf den Markt: am 25. Oktober 2001 betraten Bill Gates & Co die Bühne, um die Verfügbarkeit von Windows XP zu verkünden, dem ersten wirklich für Endkunden konzipierten Betriebssystem auf Basis des NT-Kernels, der auch heute noch die Grundlage von Windows bildet.

Und bis heute ist Windows XP noch immer weit verbreitet. Windows XP begann sein „Leben“ unter dem Codenamen Windows ‚Whistler‘ und befand sich bereits mehr als zwei Jahre in der Entwicklung, als Microsoft-Gründer Bill Gates heute vor 15 Jahren den Startschuss für die Markteinführung gab. Mit der neuen Ausgabe seines Betriebssystems setzte der schon damals größte Softwarekonzern der Welt eine Vielzahl von Neuerungen um, die für die Kunden so bedeutsam waren, dass sie teilweise heute noch immer an dem Urgestein der modernen Windows-Varianten festhalten.

Windows XP brachte einige durchaus bedeutsame Entwicklungen mit sich, die die Computer- und Internet-Welt bis heute prägten. Unter anderem wurde mit XP erstmals die sogenannte Media Center Edition eingeführt, eine schon damals für „Wohnzimmer-PCs“ angepasste Benutzeroberfläche, der noch heute viele Enthusiasten nachtrauern. Schon 2002 hatte Microsoft die Windows XP Tablet PC Edition eingeführt, die schon Jahre vor iPad & Co versuchte, Tablets und die Eingabe per Handschrift zu etablieren – mit mäßigem Erfolg, wie wir heute wissen.

Aktuell ist Windows XP noch immer die weltweit am dritthäufigsten verwendete Version von Microsofts Betriebssystem, obwohl der Support schon lange eingestellt wurde. Laut den Marktforschern von NetApplications liegt der Marktanteil aktuell immer noch bei gut neun Prozent und somit noch vor Windows 8 bzw. 8.1 – und es sind mehr als doppelt so viele Rechner mit XP in Betrieb wie Macs mit Mac OS 10. Die Gründe dafür sind durchaus erstaunlich.

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Zum einen war Windows XP sicherlich die am häufigsten illegal kopierte Ausgabe von Windows. Vor der Einführung der Echtheitsprüfung und der seit langem üblichen Online-Aktivierung war es problemlos möglich, das Betriebssystem in aktivierter Form mit einer Reihe von weit verbreiteten Lizenzschlüsseln zu nutzen, ohne jemals auch nur einen Cent – bzw. damals noch Pfennig – an Microsoft zu zahlen. So mancher hatte einen bestimmten Product-Key sogar auswendig im Kopf, musste man doch durchaus häufiger neu installieren. Die sogenannte „Devil’s Own“-ISO von Windows XP Professional war sogar schon vor dem Termin der Markteinführung in Umlauf geraten und ließ sich über Jahre hinweg auch nicht ausmerzen.

Erst mit der Einführung der Echtheitsprüfung versuchte Microsoft dem auch wirklich aktiv entgegenzuwirken, unter anderem indem man den Download von Updates von der Microsoft-Website mit einer Echtheitsprüfung koppelte. Gerade in China und vielen Entwicklungsländern dürfte XP noch immer in Form zahlloser illegaler Installationen im Einsatz sein. Letztlich ist ein Teil der Dominanz von Windows aber wohl auch der eher halbherzigen Pirateriebekämpfung durch die Redmonder zu verdanken.

Hierzulande setzen zahlreiche Behörden und Unternehmen XP noch immer ein, weil sie spezielle, für das alte Betriebssystem entwickelte Software verwenden. Teilweise laufen aber auch Geld- und Fahrscheinautomaten damit. In diesem Sinne, Herzlichen Glückwunsch Windows XP, altes Haus. Wer aktuell noch einmal in Erinnerungen schwelgen will, kann dies in unserem Artikel zum 25-jährigen Jubiläum von Windows tun.

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