Was andere Tests schon länger zeigen, wird jetzt auch von der Stiftung Warentest bestätigt: Wer sein Windows 10-System möglichst effektiv schützen möchte, muss für gute Schutzprogramme heute kein Geld mehr ausgeben. Mehrere kostenlose Antiviren-Lösungen für das aktuelle Microsoft-OS konnten sich beim Test die Note „gut“ sichern.


Gute Antivirus-Programme sind heute auch gratis zu haben

Dass man sich auch mit kostenlosen Programmen möglichst zuverlässig vor Schädlingen schützen kann, ist schon länger bekannt. Erst Anfang des Monats hatten wir unter der Überschrift „AV-Test: Windows Defender schützt so gut wie teure Antivirus-Tools“ erneut darüber berichtet, dass auch die in Windows 10 enthaltene Sicherheits-Software mittlerweile gut mit kostenpflichtigen Lösungen mithalten kann. Jetzt bestätigt auch die Stiftung Warentest in einer neuen Untersuchung: Wer gute Schutzprogramme für Windows 10 sucht, muss kein Geld ausgeben – die beiden Testsieger bitten aber weiter zur Kasse.

Windows 10 Creators Update: Defender Advanced Threat Protection

So landet Bitdefender Internet Security bei Stiftung Warentest mit der Gesamtnote 1,6 auf dem ersten Platz, Kaspersky Internet Security sehen die Tester mit Note 1,8 auf Platz zwei. Mit einer Gesamtnote von 1,9 landet direkt dahinter dann auch schon die Gratis-Software von Bitdefender auf dem Treppchen. Auch dem kostenlosen Programm Antivirus Free Edition bescheinigen die Tester mit einer Bewertung von 1,4 einen Schutz auf Höhe der Konkurrenz, allerdings verhindern hier schlechte Werte bei Systembelastung (2,3) und Handhabung (3.0) eine bessere Platzierung.

Darüber hinaus bestätigt Stiftung Warentest auch andere positive Berichte über die Schutzleistung von Windows Defender. Das Microsoft Bordmittel mache Windows-10-Systeme „von Haus aus relativ sicher“. Ein fehlender Phishing-Schutz und ein etwas langsamerer Scanvorgang sorgen aber für eine lediglich „befriedigende“ Bewertung von 3,1.

Testmethoden mit „Klebefallen“ für die Virus-Sammlung
Wie die Tester in ihrer Mitteilung am Mittwoch schreiben, wurden 22 Programme für Windows auf den Prüfstand gestellt. „Wir haben untersucht, wie schnell die Sicher­heits­software reagiert, ob sie zuver­lässig zwischen Gut und Böse unterscheidet und ob sie guten Phishing­schutz bietet“, so die Macher zu den Untersuchungsmethoden. Darüber hinaus fließt auch in die Bewertung mit ein, wie stark der Rechner belastet wird und ob die Benutzeroberfläche eine intuitive Bedienung ermöglicht.

Für den Test wurden laut Stiftung Warentest unter anderem mit sogenannten „Honeypots“ – also simulierten ungeschützten Firmennetzwerken, die Hacker zur Attacke einladen sollen – 40.000 Schadprogramme gesammelt, bei denen die getesteten Schutzlösungen dann eine zuverlässige Erkennung beweisen mussten.